Projekt "@VirtU"

Partizipative Entwicklung diagnostischer Frühwarnsysteme
für die Arbeit in virtuellen Unternehmen

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Privat-Dozentur Angewandte Informatik
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Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie

Unsere reguläre Arbeitstätigkeit erfordert es mehr und mehr mit Kollegen anderer Abteilungen, Standorte und Unternehmen zusammenzuarbeiten. Dieses Phänomen ist unter dem Begriff "virtueller Zusammenarbeit" in der Literatur bekannt, worunter auch virtuelle Teams gefasst werden. Genauer ist hierunter die gemeinsame Tätigkeit mehrerer Mitarbeiter über zeitliche und räumliche Grenzen hinweg zu verstehen. Charakterisierend dafür sind auch die auftragsbezogene Zusammenarbeit sowie die interdisziplinäre und interkulturelle Vielfalt der Mitarbeiter. Die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern erfolgt hauptsächlich über Informations- und Kommunikations-Medien (IuK-Medien; Telefon, E-Mail, Groupware-Systeme), die durch regelmäßige face-to-face-Treffen ergänzt werden.

Die Aufgabe der Arbeits- und Organisationspsychologie im Projekt @virtu ist es, den Anforderungswandel sowie die Beanspruchung bei der Arbeit in virtuellen Teams zu erfassen und daraus Frühwarnsignale für mögliche Störungen, die das Projektziel gefährden könnten, abzuleiten.

Studien im Rahmen des Projektes @virtu zeigen z.B., dass Kommunikation (hierzu zuählen auch Kritik- und Konfliktgespräche) einen besonders positiven Einfluss auf die Leistung derartiger Teams besitzt. Eine adäquate Teamorganisation trägt zusätzlich zur Zufriedenheit der Teammitglieder bei. Diese Aspekte verdienen eine besondere Aufmerksamkeit, da sie in virtuellen Teams besonders schwer zu realisieren sind. Weitere Erläuterungen der Erfolgsfaktoren und Ergebnisse finden sich bei Meyer et al. (2005) und Tomaschek et al. (2006).

Die fortschreitende Entwicklung virtueller Arbeitsstrukturen wirft zudem die Frage auf, ob Mitarbeiter, neben der Verbundenheit zur Organisation, ein spezifisches Commitment zu ihrem Team entwickeln, sowie welche Faktoren dieses unterstützen. Ein umfassendes Modell bietet Tomaschek (2005, 2006).

Trotz umfassender Managementtools werden Projekte (insbesondere virtueller Teams) selten in der vereinbarten Zeit, mit der gewünschten Qualität und/oder Quantität abgeschlossen. Als Gründe für Abweichungen vom Projektplan geben Teamleiter u. a. sich verändernde Kundenwünsche sowie mangelnde Projektorganisation, nur wenig verfügbare Informationen oder Probleme mit der Zusammenarbeit im Projektteam an. Das Auftreten dieser erfolgskritischen Störungen kann zu Unsicherheiten bzgl. der weiteren Bearbeitung des Projektauftrags führen. Erste Ergebnisse zum Umgang mit Unsicherheit finden sich bei Meyer (2006).

Die aus den Studien gesammelten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen fließen in die Entwicklung des Frühwarnsystems ein, das im Rahmen des Projektes @virtu entwickelt werden soll (siehe hierzu auch Meyer, Tomaschek & Richter, 2006).

Kontakt

Prof. Dr. Peter Richter

tel+49 351 463 337 84
fax+49 351 463 335 89

email richter@atvirtu.de

Jelka Meyer

tel+49 351 463 368 97
fax+49 351 463 377 19

email meyer@atvirtu.de

Webseite

www.psychologie.tu-dresden.
de/i3/aos/aos-frame.htm