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Leistungserstellung in virtuellen Unternehmen effizient zu gestalten, ist im Vergleich zu herkömmlichen hierarchischen Unternehmen mit erhöhten Anforderungen an die Flexibilität, d.h. an Fähigkeiten, Einstellungen und Verhaltensweisen der involvierten Manager und Mitarbeiter, verbunden. Aufgrund der diversen Ansprüche und der Risiken, die bei der Zusammenarbeit mit anderen Firmen entstehen, ist bei zahlreichen Unternehmern gegenüber dieser Kooperationsform Zurückhaltung wahrzunehmen. Damit bleiben die vielfältigen Chancen ungenutzt, die virtuelle Unternehmen zu bieten haben. Insbesondere für kleine und mittlere Firmen (KMU) eröffnen sie Möglichkeiten, ihre Marktposition zu verbessern.
Von Seiten der Personalwirtschaft soll insbesondere durch die Erarbeitung von Defiziten und Erfolgsfaktoren bei der Zusammenarbeit in virtuellen Unternehmen ein Beitrag zur effizienten und flexiblen Kooperation in virtuellen Unternehmen geleistet werden. Grundlage dafür sind vor allem empirische Untersuchungen mit involvierten Managern und Mitarbeitern. Daraus werden zunächst Handlungsempfehlungen für das Management derartiger Kooperationen abgeleitet. Diese zielen beispielsweise auf das Kooperationsverhalten, die Mitarbeiterführung und die Kommunikation auf den verschiedenen Ebenen der Zusammenarbeit ab.
Des Weiteren wird damit die Basis eines Frühwarnsystems für Risiken gelegt, die für virtuelle Unternehmen typisch sind. Aus Mitarbeiterbefragungen werden entsprechende Indikatoren, die als Frühwarnsignale dienen, abgeleitet. Diese setzen die Informatiker in unserer Forschungsgruppe in einer IuKT-Plattform um. Auf diese Weise entsteht ein IT-gestütztes Frühwarnsystem.
Verwertung der Forschungsarbeit in der Lehre
An unserem Lehrstuhl werden Forschungstätigkeiten und Untersuchungsergebnisse des Teilprojektes in den Lehrbetrieb integriert. In den Vorlesungen des Grundstudiums führen wir Studierende an aktuelle Themen wie virtuelle Unternehmen und virtuelle Personalarbeit heran. Darüber hinaus beteiligen wir auch Studierende im Hauptstudium am Forschungsprozess, z.B. im Seminar zum wissenschafltichen Arbeiten am empirischen Projekt mit den Themen "Mitarbeiterverhalten und Erfolg in firmenübergreifenden Projekten" und "Firmenübergreifende Projektarbeit". Zusätzlich konnte die Bearbeitung spezifischer Fragestellungen zum Themenbereich Arbeit in virtuellen Unternehmen im Rahmen von Diplomarbeiten vorangetrieben werden (z.B. Melde 2005, Reuter 2005). Unser Forschungsvorhaben und erste Erkenntnisse haben wir außerdem in Vorträgen über Lehrstuhl- und Projektgrenzen hinaus bekannt gemacht.
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