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Unter virtuellen Unternehmen versteht man firmenübergreifende und vorhabensbezogene Verbünde von meist kleineren und mittleren Unternehmen (KMU), häufig organisiert in Netzwerken, die sich nach außen als sog. "Als-Ob- Unternehmen" präsentieren, um für Akquisition und Abwicklung von größeren Aufträgen ihre Kompetenzen und Kapazitäten komplementär und auftragsorientiert befristet in eine Kooperation einzubringen. Die Koordination übernimmt entweder einer der Kooperationspartner oder ein darauf spezialisiertes Mitglied des Netzwerkes, wobei letzteres eine Art Kooperationspool darstellt, welches keine oder nur schwache, häufig als Verein, Bindungen über ein Vorhaben hinaus praktiziert. Vertrauen und Reputation der Mitglieder sind in VU wichtige Merkmale. Wegen der Kurzfristigkeit und Befristung der VU-Kooperation sowie der meist räumlichen Verteilung der Mitglieder spielen web-basierte IT-Systeme für Kommunikation, Kooperation und Koordination in VU eine wichtige Rolle. Die sich daraus ergebenden Anforderungen an virtuelle Informationssysteme sind heute noch nicht befriedigend beantwortet.
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